Georg Poplutz (Tenor), Hilko Dumno (Klavier)

Poplutz Dumno

2020 02 15 Poplutz DumnoDer für seine klangliche Empfindsamkeit und Ausdrucksstärke geschätzte Lied- und Oratorientenor Georg Poplutz konzertiert 2019/20 u.a. mit Jörg-Andreas Bötticher, Werner Ehrhardt, Ludwig Güttler, Rudolf Lutz, Hermann Max, Ralf Otto, Christoph Prégardien, Hans-Christoph Rademann, Michael Schneider, Michael A. Willens, Roland Wilson sowie mit Arno Paduchs „Johann Rosenmüller Ensemble“, dem „Cantus Cölln“ von Konrad Junghänel und mit einem Duettprogramm mit dem Freiburger BarockConsort u.a. beim Beethovenfest Bonn, beim Internationalen Heinrich-Schütz-Musikfest, bei den Händel-Festspielen Halle, den Telemann-Tagen Magdeburg, in der Berliner Philharmonie, in der Dresdner Frauenkirche, im Hamburger Michel, in der Mainzer Christuskirche, im Basler Münster, im Luzerner KKL und andernorts in der Schweiz sowie in Belgien, Japan, Österreich und Spanien.

Poplutz gehört zu den vielgefragten Interpreten seines Fachs und hat an zahlreichen Rundfunk- und aktuell etwa 80 CD- bzw. DVD-Aufnahmen als Solist mitgewirkt. Darunter sind einige Kantaten für die J.S.Bach-Stiftung St. Gallen mit Lutz, Bachs große Oratorien mit Otto und zahlreiche Werke für die aktuelle Heinrich-Schütz-Gesamtaufnahme mit Rademann zu finden. Vier Aufnahmen, in denen Poplutz zu hören ist, sind für den OpusClassic2019 nominiert. Konzertreisen führten ihn außerdem nach China, Mexiko, Singapur und Südafrika.

2009 wurde Poplutz mit dem Frankfurter Mendelssohn-Sonderpreis für „seine hervorragenden Leistungen im Bereich Konzertgesang“ ausgezeichnet. Seine besondere Vorliebe gilt dabei dem Liedgesang. Seit der Studienzeit verbindet ihn mit dem Pianisten Hilko Dumno eine enge Zusammenarbeit und so erschien im Herbst 2017 bei „spektral“ die gemeinsame CD „Lieder an die Entfernte“ (neben Schubert-Liedern Schumanns „Dichterliebe“ und Beethovens „An die ferne Geliebte“), die bisher ausgezeichnete Kritiken und eine Nominierung für den ICMA 2018 nach sich zog. Bereits 2014 veröffentlichte dasselbe Label Schuberts „Die schöne Müllerin“ mit Poplutz und Antje Asendorf an der romantischen Gitarre und Stefan Hladek an der Quintbassgitarre, die diese Fassung für Tenor und zwei Gitarren bearbeitet hatten. 2019 war Poplutz in der Schweiz auch mit dem Luzerner Gitarren-Duo Morat-Fergo mit deren Bearbeitung von Schuberts „Winterreise“ zu hören.

Nach dem Staatsexamen für das Lehramt studierte der im westfälischen Arnsberg aufgewachsene Poplutz Gesang in Frankfurt/M. und Köln bei Berthold Possemeyer und Christoph Prégardien. Seit 2010 wird er stimmlich von Carol Meyer-Bruetting beraten.

www.georgpoplutz.de 


Hilko Dumno, geboren in Westfalen, ergänzte sein Klavierstudium an der Musikhochschule Münster/Detmold bei Gregor Weichert durch ein Aufbaustudium für Kammermusik und Liedgestaltung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt a. M. u.a. bei Rainer Hoffmann, Eugen Wangler und Tabea Zimmermann. Er war Stipendiat des Deutschen Musikrates und der Villa Musica Mainz.

Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn u.a. mit Tanja Baumgartner, Holger Falk, Hedwig Fassbender, Julia Kleiter, Henriette Meyer-Ravenstein, Johannes Martin Kränzle, Hans Jörg Mammel, Georg Poplutz und Christoph Prégardien, als deren Klavierpartner er u.a. bei den Schubertiaden in Schwarzenberg und Barcelona, der Styriarte in Graz, dem Menuhin-Festival Gstaad, dem Lucerne Festival, den Schwetzinger Festspielen, den Dresdner Musikfestspielen, dem Bremer Musikfest, den Wahnfried-Konzerten in Bayreuth, sowie an den Opernhäusern in Frankfurt, Köln und Brüssel zu hören war. Weitere Konzertreisen führten in die USA und nach Japan. Neben Rundfunkproduktionen erschienen u.a. zwei CDs mit Liedern und Balladen von Franz Schubert und Robert Schumann und ganz neu „Das ewige Rätsel“ (Mahler, Martin, Klein und Ravel), 2018 mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet, mit Johannes Martin Kränzle, „Lieder voll Freud und Leid“ von Franz Liszt mit Hans-Jörg Mammel, „Lieder von Liebe und Tod“ von Richard Strauss mit Hedwig Fassbender, „Lieder an die Entfernte“ (Schubert, Schumann und Beethoven) mit Georg Poplutz sowie Hugo Wolfs „Italienisches Liederbuch“ mit Julia Kleiter und Christoph Prégardien.

Hilko Dumno unterrichtet Instrumentalkorrepetition und Liedgestaltung an der Frankfurter Musikhochschule und war zuvor auch als Dozent an der Hochschule für Musik in Köln tätig. Er gibt Meisterkurse in Deutschland, Italien und Frankreich. Seit der Spielzeit 2014/15 programmiert Dumno die Reihe „Lied und Lyrik“ am Frankfurter Goethehaus mit und ist außerdem künstlerischer Leiter der Reihe „Lieder im Holzfoyer“ an der Oper Frankfurt mit Sängerinnen und Sängern des dortigen Ensembles.


Foto: Jochen Kratschmer