Duo Koschitzki & Ritter | Andrea Ritter, Blockflöte | Daniel Koschitzki, Klavier

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2019 12 14 KoschitzkiRitterAndrea Ritter (Blockflöte), Erstpreisträgerin beim International Recorder Competition 2007 in Montreal, hat sich mit einer regen Konzerttätigkeit in Europa, den USA, Südamerika, Taiwan, China und Japan einen festen Platz in der Riege der weltbesten Blockflötisten erspielt. Hervorgegangen aus dem renommierten Amsterdam Loeki Stardust Quartet, erobert sie mittlerweile als Solistin und als Gründungsmitglied von Spark und dem Barockensemble Koschitzki & Ritter die internationalen Bühnen. Weiterhin gibt sie Meisterkurse im In- und Ausland, unter anderem bei den Meisterkursen des Schleswig-Holstein Musikfestivals, bei den Internationalen Meisterkursen im Rheinbergerhaus Vaduz oder als Gastdozentin an der Anton Bruckner Privatuniversität für Musik, Schauspiel und Tanz in Linz. Als Performerin verbindet Ritter die klassische Musiktradition und Einflüsse aus der zeitgenössischen Avantgarde-Musik mit ihrer Leidenschaft für Kurt Weill, den Film noir, Jazz und elektronische Musik. Zu ihren vielfältigen Einflüssen zählen u.a. starke Frauenpersönlichkeiten, wie Björk, Tori Amos, Kate Bush oder Patti Smith. Dies spiegelt sich auch in ihren Solo-Projekten und der CD Aufnahme Echoing Voices wider. Viele der darin enthaltenen Stücke hat Ritter selbst arrangiert und mit ihrer eigenen, unverwechselbaren Note versehen. Auch für das Repertoire von Spark steuert die Flötistin regelmäßig Arrangements und Neukompositionen bei. Zahlreiche Kooperationen mit Musikern aus den verschiedensten Genres führten sie mit Größen der Alten Musik-Szene, wie Dorothee Oberlinger, Maurice Steger, Reinhold Friedrich, Kay Johannsen und Christine Busch, aber auch mit der Jazz-Chansonsängerin Kitty Hoff, dem Klezmer-Klarinettisten Helmut Eisel und dem Beatboxer Robeat zusammen.

1978 in Erlangen geboren, erhielt Andrea Ritter ihre Ausbildung an der Staatlichen Musikhochschule Karlsruhe bei Prof. Karel van Steenhoven und schloss dort im Sommer 2007 ihr Konzertexamen ab. Schon in frühen Jahren erspielte sie sich bei zahlreichen Wettbewerben, u.a. bei den 1. Internationalen Blockflötentagen Engelskirchen 1997 sowohl als Solistin als auch im Ensemble mehrere 1. Preise. 1998 wurde ihr bei den Offenen Niederländischen Blockflötentagen Utrecht der Konzertpreis zuerkannt, worauf sie beim 6. Open Holland Recorder Festival Utrecht 2001 ihr Gewinnerkonzert gab. Im Jahr 2003 erhielt sie ein Stipendium des Kulturfonds Baden e.V. sowie des Freundeskreises der Hochschule für Musik Karlsruhe und im darauffolgenden Jahr wurde ihr von der Kunststiftung Baden–Württemberg ein Stipendium zur künstlerischen Entwicklung verliehen. 2009 folgte ein 1. Preis beim Göttinger Händelwettbewerb mit dem Ensemble Koschitzki & Ritter und 2011 schließlich ein ECHO Klassik für das Debütalbum von Spark.

www.andrea-ritter.com

Daniel Koschitzki ist einer der wenigen Musiker, denen es gelungen ist, mit zwei Instrumenten auf internationalen Bühnen zu stehen. Als Blockflötist zählt der 1978 in Heilbronn geborene Musiker mit zahlreichen internationalen Preisen – darunter ein 1. Preis beim International Moeck/SRP Solo Recorder Playing Competition in London – und seinem ECHO Klassik-prämierten Ensemble Spark längst zu den Weltbesten seiner Zunft. Daneben macht er aber auch als Pianist regelmäßig von sich hören, in den letzten Jahren vor allem in dem Duoprojekt Bird’s Paradise mit seiner Spark-Kollegin, der Blockflötistin Andrea Ritter. Es sind gerade die unerwarteten, selten gehörten Klänge, die Koschitzki auf dem Klavier kultiviert. Er liebt die Zwischentöne, feinste Nuancen und farbige Schattierungen. So entstehen bei seinen Auftritten immer wieder Momente zärtlich subtiler Intimität, mit denen er sein Publikum besonders zu beeindrucken vermag. „Sein gefühl- und temperamentvolles Spiel ist eine Wonne für Auge und Ohr“, schrieb die Heilbronner Stimme und die Südwestpresse sprach von einem „außergewöhnlichen Pianisten mit einer schier unerschöpflichen Farbpalette“.

Im Jahr 2000 gewann Daniel Koschitzki als Pianist des Trio Lunaire beim Internationalen Kammermusikwettbewerb in Heerlen/Niederlande den 1. Preis und den EMCY Art for Music Prize erspielt. Diesen Auszeichnungen folgten zahlreiche Auftritte im In- und Ausland, unter anderem bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, den Winterfestspielen in Lillehammer/Norwegen und in einer ausgedehnten Türkei-Tournee im Auftrag des Deutschen Musikrats. Hatte sich das Trio Lunaire bereits auf Werke abseits des gängigen Klaviertriorepertoires spezialisiert, zum Beispiel von Anton Arensky, Frank Martin, Camille Saint-Saëns oder Bedrich Smetana, so entwickelte Koschitzki wenig später ein zunehmendes Faible für ausgefallene Kammermusikbesetzungen und ungewöhnliches Repertoire. Besonders der orchestral kraftvolle Klang neo- bzw. spätromantischer Klavierquintette hatte es ihm angetan und er brachte regelmäßig Werke von Ernö Dohnányí, Ottorino Respighi, Dmitri Schostakowitsch oder Josef Suk zur Aufführung – oft in Zusammenarbeit mit dem Quasar Streichquartett. Daneben galt ein weiteres Hauptaugenmerk den Jazz- bzw. Romantik-affinen Zeitgenossen wie Lera Auerbach, Kenji Bunch, Johannes Motschmann oder Michael Nyman. Auf der Reise im Kosmos dieser raren Klänge stieß er schließlich auf das kaum aufgeführte Repertoire für Blockflöte und Klavier, das seine beiden Instrumente vereint und ihm daher ganz besonders ans Herz gewachsen ist.

Die intensive Zusammenarbeit mit der Blockflötistin Andrea Ritter reicht weit über die gemeinsame Gründung des Ensembles Spark im Jahr 2007 hinaus. Die beiden Musiker hatten bereits mehrere Jahre zusammen im Amsterdam Loeki Stardust Quartet gespielt und musizierten außerdem mit Koschitzki als Pianist im Duo. Ausflüge in den Kleinkunst- und Jazzbereich, die die beiden von 2005 bis 2008 regelmäßig unternommen hatten, führten schließlich zu dem Wunsch, die verschiedensten Genres und Bereiche in einem völlig neuen Programm miteinander zu verbinden. Gemeinsam konzipierten die beiden Musiker das Konzertprojekt „Bird’s Paradise“, für das Koschitzki mehrere Werke arrangiert und komponiert hat. Das Programm verknüpft geschickt Versatzstücke aus Klassik, Minimal Music, Avantgarde, Jazz und Artpop und kam mit großem Erfolg unter anderem beim Heidelberger Frühling, dem Musikfest Goslar, den Licher Kulturtagen, den Blokfluitdagen in Mechelen / Belgien oder dem International Recorder Festival in Montreal / Kanada zur Aufführung.

Von 1999 bis 2007 studierte Daniel Koschitzki an der Staatlichen Musikhochschule Karlsruhe Blockflöte bei Karel van Steenhoven und Klavier bei Michael Uhde und Markus Stange. Als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes führte er beide Instrumente parallel bis zum zweiten Aufbaustudiengang im Konzertfach, wobei er auf der Blockflöte solistisch ausgebildet wurde und auf dem Klavier einen Schwerpunkt in der Kammermusik legte. Im Sommer 2007 schloss er beide Studiengänge „mit Auszeichnung“ ab. Seit 2004 übernimmt Daniel Koschitzki regelmäßig Lehraufträge als Blockflöten- und Klavierlehrer an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe.

www.danielkoschitzki.de


Foto: Stephanie Schweigert